Willkommen auf meiner Couch

alice heißt dich auf ihrer couch willkommen

Kennt ihr das?

Das mulmige Gefühl vom schlechten Gewissen weil ihr nicht zwei Kinder, einen Hund, einen Haushalt, einen Garten, einen Ehemann UND noch obendrein eine Arbeitsstelle habt? 
NUR Hausfrau sein??! 
Geht doch garnicht in unserer modernen Gesellschaft! Voll altmodisch!! 
Am besten die Website sofort verlassen!!! 
Von sowas altbackenem wollt ihr euch auf gar keinen Fall influencen lassen!!!!
Wo bleibt denn da die Emanzipation???

Auf der Strecke, das ist wo!!!! (und das schon lange vor dem Hausfrauen-Leben. Es war für mich vor vielen Jahren selbstverständlich, arbeiten zu gehen. Aber wo bleibt die Selbstbefreiung wenn man Abends nach einem vollen Tag im Büro noch für die Familie kocht, den Kindern bei den Hausaufgaben hilft und nach dem Aufräumen in der Küche sich erschöpft an den Mann kuschelt, der seit seinem Feierabend in seiner selbsternannten Ecke auf dem Sofa fläzt??!)

Naja, die ersten Jahre meines Hausfrau-Daseins fühlte ich eine gewisse Süffisanz über den Eintausch von Arbeitengehen gegen Zuhause-Bleiben und der (sicherlich von mir fantasierten) fairen Aufteilung der Arbeiten und Verpflichtungen.
Doch nach weiteren Jahren des Zuschauens wie die Kinder wachsen und gedeihen und langsam flügge werden, von vielen Höhen und Tiefen, Midlife-Krisen, vorzeitigen Wechseljahren und der bedingungslosen Endlosschleife von Gassigängen im Park merkte ich, dass sich andere Gefühle einschlichen, die nicht so schmeichelnd waren.

Minderwertigkeitsgefühle

Minderwertigkeitsgefühle, eine leichte Verunsicherung, die Sorge, nichts Substanzielles der Gesellschaft zu bieten. Ein schleichendes Gefühl von Langeweile. Das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Das Hausfrauen-Dasein ist zu einem etwas freudlosen Ritual von immer gleichen Pflichten geworden, das Gehirn verdummt, der Wortschatz scheinbar eingeschrumpft. Als würde sich das Ich langsam auflösen.

Nach und nach ist mir die Motivation entglitten, in die Berufswelt zurück zu kehren, es hat sich da eher ein Gefühl der Beklemmung breit gemacht. Mir ist die Energie entglitten, ein schönes Zuhause zu kreieren, mir ist langsam die Lust vergangen, mich einigermaßen in Form zu halten, mich schön zu machen, mir ist die Freude am Ausgehen vergangen, mir ist das Interesse am sozialen Kontakt entwichen.

Unmut und Frust

Und daraus resultiert eine gewisse Unmut, eine Unzufriedenheit und eine andauernde Frust. Ich schwelge richtig in dieser Frust, Jahre lang, und zeige dabei mit dem Finger auf alles und allem um mich herum. Und zwar so lange bis mir klar wird, dass die beschuldigenden Endlos-Monologe in meinem Kopf auf keinen grünen Nenner kommen, dass eigentlich ich allein für diese unangenehmen, nörgelnden, unablässigen Gefühle bin. 

Und dass ich allein die Verantwortung trage, die Zufriedenheit in meine Welt wieder herein zu lassen, und in mein Inneres.

Mein Plan zur Veränderung

Also habe ich einen Plan ausgeheckt, in dem ich mit Hilfe eines Blogs mich selber motiviere, kleine Schritte der Veränderung durch zu führen.

Und wie kann ein Blog helfen? Nun ja, Gesellschaft motiviert. Wenn auch nur ein einziger Mensch mit Interesse meinem Blog folgt, und von mir erwartet, dass ich meine Vorhaben in Taten umsetze, dann will ich diese Person nicht enttäuschen. Denn dann enttäusche ich auch mich selber. Und wenn ich für mich einen kleinen Erfolg erziele, und mir eine Freude damit mache, dann ist es für mich sonnenklar, dass der oder die Andere auch von dieser Freude zehrt, sich vielleicht positiv inspiriert fühlt. Und das motiviert.
Sogar meine Fantasie, dass vielleicht…, gegebenenfalls…, ein. einziger. Mensch. in meinem Blog reinschaut…
Ja, sogar das motiviert mich schon 🙂

In der Ruhe liegt die Kraft

Seid gewarnt: ich bin einer der langsamsten und ruhigsten und geduldigsten Menschen auf diesem Planeten. Ich habe Spitznamen wie Schnecke und Faultier. Meine Art, Veränderungen herbeizubringen, wird in Slow-Motion abgehen. Aber da gibt‘s dieses tolle Sprichwort: In der Ruhe liegt die Kraft. Und zwar erwarte ich nicht nur, dass das Ruhig-Angehen Erfolge bringt, sondern auch, dass mein unausgeglichenes Ich zur Ruhe kommt. Zuviel versprochen? Sollte ich mal ausprobieren, finde ich! Und wenn du dich angesprochen fühlst, dann mach doch mit!

Schaut doch mal vorbei!

Interessiert? Dann schaut mal meinen ersten Blogeintrag an, dort liste ich meine ganzen Leiden auf (keine Angst 🙂 manche sind lustig) Und in meinem zweiten Blogeintrag erzähle ich über meine erste Aktion, in der ich den Anfang mache, gegen alle diese Leiden nach und nach anzugehen …

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